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„Meine Webseite“ – Eine Einführung für „Laien“ – Teil 2 Planung

„Meine Webseite“ – Eine Einführung für „Laien“ – Teil 2 Planung

Wenn man einen eignen Web- Auftritt plant, überschlagen sich häufig die Schritte.
Am liebsten möchte man die Seite so schnell wie möglich online bringen. Erster HTML- Code wird bereits erstellt ohne sich im Klaren über die inhaltlichen Strukturen zu sein.

Planung ist das A und O bei einer Webseite. Damit Sie später keine bösen Überraschungen erleben und nach kurzer Zeit wieder von vorne anfangen müssen, benötigen Sie zu Beginn ein gut durchdachtes, zukunftsorientiertes Konzept.

Im heutigen Teil der Einführung geht es in erster Linie um die Planung und die ersten Layout- Gedanken auf dem Weg zum eigenen Internetauftritt.

Erste Schritte zur Planung des Web-Auftritts

Zuerst einmal müssen Sie sich im Klaren darüber sein, welche Ziele Sie mit Ihrem Webauftritt verfolgen und welche Menschen Sie erreichen möchten. Wissen Sie so oder so? Albern? ;-)

Ganz und gar nicht!

Ist das wirklich notwendig?

In meinem Alltagsgeschäft begegnet mir das immer wieder: Viele Unternehmen und Personen wissen zwar dass Sie eine Webseite realisieren möchten, die eigentlichen Zielsetzungen sind jedoch häufig unklar von den Inhalten ganz zu schweigen.

Gründe zur Umsetzung gibt es viele: Weil der Mitbewerber auch eine Webseite hat, weil der Kunde es erwartet, weil Webseiten heute zur Standard Geschäftsausstattung zählen, weil man nicht hinten anstehen will …

Das alles mögen Gründe dafür sein sich überhaupt mit dem Thema Web- Auftritt auseinanderzusetzen, haben aber mit den eigentlichen Zielsetzungen nichts zu tun.

Machen Sie sich ernsthaft Gedanken!

Den ersten Schritt auf dem Weg zur eigenen Webseite haben Sie getan – Sie haben einen Grund gefunden warum Sie diesen Schritt gehen.

Denken Sie jetzt weiter und beantworten Sie sich folgende Fragen:

1. Welche Ziele verfolgen Sie mit dem eigenen Internetauftritt?

schritt1-ziele

z.B. neue Kunden gewinnen, Umsatz steigern, Präsentation des Unternehmens/ einer Person, ein Produkt bekannt machen, Produkte verkaufen …

Werden Sie sich klar über Ihre „Schwerpunkt- Ziele“. Dies ist entscheidend für die Bestimmung der Inhalte der Webseite und den zu verwendenden Techniken.

Möchten Sie Produkte verkaufen, brauchen Sie einen Online-Shop. Wie sollen die Kunden in Ihrem Shop- bezahlen? Welche zusätzlichen Kosten können dadurch entstehen? (z.B. Bankgebühren)

Möchten Sie ein Unternehmen präsentieren, müssen Sie sich Gedanken um Inhalte in Richtung Profil, Referenzen etc. machen.

Geht es um die Präsentation eines Produktes sollten diese Inhalte im Mittelpunkt stehen.

2. Wen möchten Sie mit Ihrer Webseite erreichen? Welche Personen zählen zu Ihrer Zielgruppe?

schritt2-zielgruppe

Je nach Ziel- Definition ergeben sich unterschiedliche Zielgruppen. Geht es z.B. um Babynahrung auf Ihrer Webseite, sind Ihre Zielgruppe z.B. junge Eltern. Planen Sie eine Webseite im Bereich Spiele/Online- Games, sind Ihrer Zielgruppe eher Jugendliche.
Sind Ihre Zielgruppe eher Privatleute oder Firmenkunden (z.B. B2B)?

Die Definition der Zielgruppe ist neben Inhalt entscheidend für Layout- Parameter und Benutzerführung der Webseite.

Sind Ihre Zielgruppen eher junge Menschen, kann das Layout ruhig peppig, vielleicht auch schrill werden. Geht es um Babys und somit um junge Eltern sollten Sie sich eher für ein sanftes, pastellfarbenes Layout entscheiden.

Haben Sie es mit einer älteren Zielgruppe zu tun, sollten Sie z.B. berücksichtigen das Schriftgrößen nicht zu klein werden, weil das Alter es leider beim ein oder anderen mit sich bringt das man kleine Schrift nicht mehr besonders gut lesen kann. Auch ich brauche leider seit kurzem eine Lesebrille :-D .

Vielleicht ist Ihrer Zielgruppe auch eher aus einem anderssprachigen Raum (überregional)?! Dann ist zu überlegen in welcher/welchen Sprache/n die Webseite veröffentlicht wird. Sie müssen evtl. überlegen welche Ressourcen Ihnen zur Verfügung stehen um die Texte zu übersetzen. Welche Kosten entstehen dadurch?! etc.

Zählen zur Ihrer Zielgruppe eher Menschen für die das Internet kein Buch mit „Sieben Siegeln“ ist, dann können Sie mehr Funktionalität und eine komplexere Benutzerführung bieten. Ist Ihrer Zielgruppe eher „unbewandert“ im Umgang mit dem Internet, sollten Sie sich für eine simple Benutzerführung entscheiden.

Richtet sich Ihr Angebot eher Firmenkunden, können Sie meist von guter technischer Ausstattung und somit von höheren Bildschirmauflösungen ausgehen. Stammt der Besucherkreis eher aus Privathaushalten, sollten Sie hohe Bildschirmauflösungen nicht voraussetzen. Für welche Bildschirmauflösung Sie Ihrer Webseite optimieren ist später Bestandteil der Layout- Umsetzung.

Diese Beispiele können Sie beliebig, passend zu Ihrem Webseiten- Ziel und Ihrer Zielgruppe erweitern. Machen Sie sich hierzu ernsthaft Gedanken. Sie sind entscheidend für den Erfolg Ihres Internetauftritts.

3. Wie viel Zeit können Sie in die Pflege der Webseite investieren?

schritt3-pflege

Ein entscheidender Punkt der häufig nicht bedacht wird!

Webseiten leben von Ihrer Aktualität. Gerade in der heutigen Zeit und den stetigen Veränderungen der Suchmaschinen- Dienste gewinnt dies immer mehr an Bedeutung.
Was bringt Ihrem Kunden eine Webseite auf der die letzten News aus dem Jahr 2006 sind? Die Wahrscheinlichkeit dass eine solche Webseite erneut von diesem Kunden besucht wird ist relativ gering.

Es gibt eine Vielzahl von Anbietern die Ihnen gegen Bezahlung gute Positionierungen in Suchmaschinen und damit Besucher verschaffen.
Persönlich sehe ich dies etwas kritisch: Hohes Besucheraufkommen ist dadurch sicher garantiert, aber wenn der Besucher keine Inhalte findet die aktuell sind und Ihn interessieren, war er eine „Eintagsfliege“ und kehrt nie wieder zurück.

Dauerhaft überzeugen können Sie in Suchmaschinen heute nur durch qualitativ hochwertige und aktuelle Informationen. Investieren Sie in die Inhalte Ihrer Webseite!
Wenn Sie es schaffen genug Zeit aufzubringen Ihrer Webseite regelmäßig zu pflegen, ergeben sich gute Positionierungen fast von alleine.

Beachten Sie auch, dass die Zukunft den „Social- Bookmardiensten“ gehört. Hier entscheiden Menschen und keine Robots oder Programme die bereits heute schwer zu überlisten sind.
Menschen entscheiden nach Qualität und dem was Ihnen gefällt. Also „gefallen Sie“ !
Aber dies ist nur meine Meinung, nach meinen Erfahrungen – machen Sie Ihrer eigenen!

Machen Sie sich also Gedanken darüber, welche Informationsbereiche Ihrer Webseite Sie regelmäßig erweitern oder erneuern können!

Ist es vielleicht interessant einen Blog zur Webseite zu pflegen? Haben Sie ausreichend Zeit oder Ressourcen um diese Informationen zu erfassen?

Wie erfassen Sie die Informationen? Als statische HTML Seiten (besitzen Sie das Know How?) oder über ein Content- Management- System (Wer richtet dies ein? Welche Kosten entstehen?)?

4. Welchen Mehrwert können Sie Ihren Online- Besuchen bieten?

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Machen Sie sich einmal Gedanken darüber warum ein Online- Besucher Ihre Webseite besuchen sollte.

Was könnte Ihren Webauftritt von anderen unterscheiden? Was könnte Ihn besser machen?

Was könnte einen Online- Besucher dazu bringen, immer wieder zu kommen, auch wenn Sie keine Produkte verkaufen die er benötigt?

Welche „Freebies“ können Sie Ihren Online- Besuchern schenken? Können Sie in Zeitabständen neue „Freebies“ zur Verfügung stellen?

Welches Know- How können Sie unentgeltlich weitergeben?

Bieten Sie Ihren Online- Besuchern einen Mehrwert. „Verschenken“ Sie z.B. Gutscheine, Freebies, Wissenswertes etc. – seien Sie freigiebig – es wird sich günstig auf die Nutzung Ihrer Internetpräsenz auswirken!

5. Machen Sie sich jetzt Gedanken um die Inhalte Ihrer Webseite!

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Haben Sie sich über die oben aufgeführten Punkte ausreichend Gedanken gemacht, können Sie jetzt damit beginnen sich Gedanken über die Inhalte der Webseite zu machen.

Strukturieren Sie die geplanten Inhalte Ihrer Webseite nach Stichpunkten in Form einer hierarchischen Liste – wie das Inhaltsverzeichnis eines Buches.
Es ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht notwendig die eigentlichen Webseite- Texte „auszuformulieren“ – es geht erst mal um die reine Seitenstruktur.
Optimieren Sie immer wieder, überlegen Sie wie tief die Informationen verschachtelt sein sollten (zu tief ist manchmal unübersichtlich für den Leser).

Ein solches Inhaltsverzeichnis bietet Ihnen zusätzlich einen Überblick über die Informationstiefe Ihrer Webseite. Dies ist innerhalb des Layouts auschlaggebend für das Navigationskonzept.
Haben Sie z.B. viele Punkte auf der 1. Ebene des Inhaltsverzeichnisses, kann kein horizontales Hauptmenü verwendet werden, da es die Größe des Layouts überschreiten würde.

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit um sich Gedanken über Ihre Inhalte und die Inhaltsstruktur zu machen. Dies ist die Basis für alles! Berücksichtigen Sie hierbei Ihr zentrales Ziel (Punkt 1) und die Zielgruppe (Punkt 2).

Erst wenn die Inhaltsstruktur definitiv „steht“ können Sie damit beginnen die Texte zu den Inhalten zu verfassen.

Überlegen Sie vorab wonach jemand in einer Suchmaschine suchen würde, um Ihre Inhalte zu finden. Stellen Sie hierzu eine Liste mit mindestens 10 Begriffen zusammen und bewerten Sie diese nach Ihrer Wichtigkeit.
Fragen Sie auch Freunde, Bekannte, Familie, Kollegen etc. wonach Sie suchen würden um Ihre Inhalte zu finden – das ist wichtig, denn jeder Mensch assoziiert anders. Lassen Sie die Ergebnisse in Ihre Suchbegriff- Liste einfließen. Überlegen Sie in Ruhe, verwenden Sie Online- Tools (z.B. Google Keyword Tool, Google Suggest) um geeignet Schlüsselworte zu finden.

Verwenden Sie die auf diese Weise ausgewählten Suchbegriffe/Keywords innerhalb Ihrer Texte in sinnvollen Zusammenhängen.

Wenn die Texte fertig sind, müssen Sie diese evtl. noch in eine andere Sprache übersetzen bzw. übersetzen lassen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür.

6. Wie können Sie Ihre Webseite „bekanntmachen“? Wie viel Zeit können Sie in die „Bekanntmachung“ investieren?

Wenn es dann geschafft ist Ihre erste Webseite online zu bringen, sollten Sie diese „bekanntmachen“ und es in die Welt hinaus „schreien“.

Sicher werden Sie denken, ein wenig zu früh in diesem Stadium der Einführung. O.k. , da haben Sie recht. Sie sollten im Rahmen der Planung Ihres Internetprojektes nur den Zeitaufwand für die Umsetzung der „Bekanntmachung“ berücksichtigen.

Damit Sie sich einen Überblick über die zu erledigenden Aufgaben und den damit verbundenen Aufwand machen können habe ich dies zusätzlich in diesem 2. Teil der Einführung berücksichtigt.

“Bekanntmachungs“ Möglichkeiten:
a) Suchmaschineneintrag
b) Eintrag in Online- Marktplätzen
c) Linktausch (z.B. mit Freunden, Partner, Firmen oder einschlägigen Diensten)
d) Eintrag bei RSS Diensten (wenn Sie dann RSS- Feeds zur Verfügung stellen)
e) Eintrag bei kostenlosen Anzeigen- Diensten
f) Verwenden Sie eine E-Mail Signatur mit Ihrer Internetadresse
g) vergessen Sie nicht Ihre Internetadresse auf Ihren Drucksachen (Visitenkarten, Briefbögen, Flyer etc.) zu veröffentlichen
h) Sind Sie in Online- Foren aktiv, verwenden Sie Ihre Internetadresse im Profil oder in Ihrer Signatur
i) Kommentieren Sie Blog- Beiträge die Sie interessieren unter Angabe Ihrer Internetadresse
j) haben Sie ein Budget für Werbung? Dann schalten Sie Anzeigen zur Ihrer Webseite über Google AdWords, über TextLink Anbieter etc.
k) vielleicht bieten Sie Ihr eigenes Partnerprogramm n
l) und, und, und

Bleiben Sie immer am Ball, auch wenn die Ergebnisse an machen Tagen enttäuschend sind. Bleiben Sie hartnäckig und unterschätzen Sie nicht den Zeitaufwand die diese Möglichkeiten benötigen.

Verwenden Sie Web- Statistiken zur Auswertung Ihres „Online- Erfolgs“.

Schlusswort

Jetzt haben Sie die wichtigsten Aufgaben für Ihre neue Internetpräsenz erledigt. Eine Aufgabe die Ihnen schwer andere abnehmen können. Denn nur Sie kennen Ihr Angebot ganz genau und können es detailliert beschreiben.

Wenn Sie dieses Stadium erreicht haben, dann sind Sie schon SEHR weit und geht es weiter mit dem Layout und der technischen Umsetzung der Webseite.

Damit werden wir uns im nächsten Teil dieser Einführung ausgiebig beschäftigen.

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Ihr Ansprechpartner

Über den Autor

Sabine Kunkel-DückingMein Name ist Sabine Kunkel-Dücking und ich arbeite seit 2001 als freiberufliche Internet- Dienstleisterin unter dem Projektnamen ArcheNet.

Schwerpunkte meiner Tätigkeit ist die Erstellung von Webseiten, Schulung und die die Entwicklung von kundenspezifischen Datenbankapplikationen.

Neben hpvorlagen24.de betreibe ich weitere Webseiten und Blogs rund um das Thema Homepage Erstellung, Webdesign, CSS und Ajax.

Weitere Informationen zu meiner Person finden unter www.sabine-kunkel-duecking.de oder schreiben Sie mir bei Fragen und Feedback einfach eine E-Mail an sabine@hpvorlagen24.de

  • Manfred Kuhn
    schrieb am 14. August 2009 um 18:44 Uhr

    hallo frau kunkel-dücking,

    herzlichen dank für die hilfreiche zusammenfassung “teil 2 -planung”!

    ich habe heute ihren newsletter abonniert. gleich mit der hoffnung verbunden, daß ihre 3 kostenlose vorlagen was für mich sein könnten. schauen sie doch bitte mal meine webseite an. vielleicht haben sie eine idee, welcher ihrer vorlagen hierfür geeignet wäre. in freudiger erwartung und besten dank im voraus,
    lg aus thailand
    manfred kuhn


  • Ulli
    schrieb am 19. Mai 2010 um 19:30 Uhr

    Hallo Sabine,
    ich bin heute auf Ihre Seite gestossen und kam dann ewig nicht mehr davon los. Sie haben meinen größten Respekt. Neben dem Beruf(der Berufung) einer Mutter und einem Job in der EDV-Branche, daß sollte Ihnen nicht mehr allzuviel Freizeit übrig lassen. Und sich dann noch einem Projekt wie hp24… zu widmen und in einer solchen Qualität über die Gestaltung von Webpages zu schreiben etc. etc…
    Vielen Dank für die vielen Tipps.
    yours, Ulli


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